Einzelne Möbel sollen weg oder eine ganze Wohnung muss bis zu einem bestimmten Termin geräumt werden. Welche Lösung passt, hängt davon ab, was entfernt werden soll und welche Arbeiten Sie selbst übernehmen können.
Kurz beantwortet
- Wann ist die städtische Sperrmüllabholung sinnvoll? Wenn zulässige sperrige Gegenstände entsorgt werden sollen und Sie deren Vorbereitung und Bereitstellung selbst organisieren können. Für angeschlossene Haushalte und Gewerbebetriebe gelten die Vorgaben der Abfallwirtschaft Stuttgart.
- Wie viel wird regulär kostenfrei abgeholt? Die AWS ermöglicht zweimal pro Kalenderjahr jeweils bis zu drei Kubikmeter Sperrabfall. Die Voraussetzungen und die Art der Gegenstände müssen zur Anmeldung passen.
- Wird dabei die Wohnung ausgeräumt? Die städtische Abholung setzt die vorgeschriebene Bereitstellung voraus. Sortierung, Räumung der Innenräume und eine anschließende Reinigung gehören zu einer gesondert zu organisierenden Aufgabe.
- Wann passt eine professionelle Entrümpelung besser? Wenn mehrere Räume, unterschiedliche Abfälle, Demontage und Transport zusammenkommen oder Sie nicht vor Ort sein können. Der benötigte Umfang sollte ausdrücklich vereinbart werden.
Zuerst prüfen, welche Gegenstände wirklich Sperrabfall sind
Sperrabfall bezeichnet sperrige feste Gegenstände, die wegen ihrer Größe nicht in die Restabfalltonne passen. Die Menge kleiner Abfälle macht diese nicht automatisch zu Sperrmüll.
Die AWS nennt unter anderem Möbel, Matratzen und bestimmte sperrige Elektrogeräte. Bauschutt, viele Renovierungsabfälle, Problemstoffe und gefüllte Mischabfallsäcke werden bei dieser Abholung nicht mitgenommen. Für einzelne Gegenstände hilft das städtische Abfall-ABC, den richtigen Entsorgungsweg zu finden.
Für einen kleinen Auftrag kann das ausreichen. Bei einem vollständigen Haushalt lohnt sich vorher eine Übersicht der Dinge, die bleiben, weiterverwendet oder auf anderen Wegen entsorgt werden sollen.
Den eigenen Aufwand bei der Abholung mitrechnen
Möbel müssen gegebenenfalls zerlegt und aus den Räumen getragen werden. Dafür brauchen Sie geeignete Hilfe, einen zugänglichen Weg und eine passende Planung. Eine schwere Schrankwand aus dem oberen Stockwerk kann der aufwendigste Teil des gesamten Vorhabens sein.
Berücksichtigen Sie auch, wie Sie die nach der Sortierung verbleibenden Gegenstände entsorgen. Mehrere Wege und Fahrten können nötig werden, selbst wenn die sperrigen Möbel abgeholt werden.
Vergleichen Sie den gesamten Ablauf. Zu einer passenden Lösung gehören neben den Kosten auch Zeit, verfügbare Hilfe und die Frage, wer bis zum gewünschten Termin welche Aufgabe übernimmt.
Termin und Bereitstellung rechtzeitig abstimmen
Für die reguläre Abholung nennt die AWS etwa drei bis sechs Wochen nach Anmeldung. Es gibt außerdem eine kostenpflichtige Expressabholung; die konkreten Möglichkeiten klären Sie bei der Anmeldung.
Bereitgestellt werden darf frühestens am Tag vor dem Abholtermin. Beachten Sie den vorgegebenen Ort, die Trennung der Gegenstände und die aktuellen Bereitstellungszeiten. Unzulässige oder zurückgelassene Abfälle müssen weiterhin sachgerecht entsorgt werden.
Wenn eine Wohnungsübergabe bevorsteht, planen Sie deshalb nicht allein mit dem Abholtag. Auch das Tragen, andere Entsorgungswege und der abschließende Zustand der Räume müssen bis dahin organisiert sein.
Für die vollständige Räumung einen klaren Auftrag festlegen
Bei einer Entrümpelung lässt sich vereinbaren, welche Räume bearbeitet werden, welche Gegenstände bleiben und welche Sortier-, Demontage- und Transportarbeiten nötig sind. Die Entsorgung der erfassten Materialien gehört ausdrücklich in die Beschreibung.
Besprechen Sie auch Keller, Dachboden oder Garage. Soll das Objekt anschließend gereinigt oder für Vermietung beziehungsweise Verkauf vorbereitet werden, braucht das einen eigenen Umfang im Angebot.
Ihr nächster Schritt: Gehen Sie die betroffenen Räume durch und halten Sie fest, was entfernt werden soll. Experte 360° bespricht mit Ihnen, ob eine Teilentrümpelung oder komplette Räumung zu Ihrem Vorhaben in Stuttgart passt.